Das Engagement der Öffentlichkeit hat das Lauterbacher Turmblasen gerettet.

Bei der ersten Mitgliederversammlung des Vereins der Lauterbacher Turmbläser e.V. ging der Dank des Vorstands an alle Spenderinnen und Spender.

Nachdem die Gründungsversammlung des neuen Turmbläser-Vereins im November letzten Jahres noch in der Turmstube des Lauterbacher Kirchturms stattgefunden hatte, wählte man für die erste ordentliche Mitgliederversammlung der Lauterbacher Turmbläser e.V. das Posthotel Johannesberg als Versammlungsort. Die Zahl der Mitglieder ist inzwischen auf über 30 angewachsen, denn viele Lauterbacher Bürgerinnen und Bürger wollen die Lauterbacher Turmbläser ideell aber auch materiell mit Spenden unterstützen.

Vorstandsmitglied Klaus Scheuer eröffnete die erste Mitgliederversammlung und begrüßte die anwesenden Mitglieder. Der Vorstand bestehe aus fünf gleichberechtigten Mitgliedern, so sehe es die Satzung vor, die man sich im Rahmen der Gründungsversammlung gegeben habe, und die inzwischen von Finanzamt und Vereinsregister genehmigt worden sei. Damit trage der neue Verein nun den Zusatz e.V. (eingetragener Verein), sei als gemeinnützig anerkannt und könne demnach auch Spenden entgegen nehmen und Spendenquittungen ausstellen. Die Vorstandsmitglieder sind: Anna Barth, Florian Barth, Klaus Kloker, Klaus Scheuer und Hans Vollmöller, allesamt aktive Turmbläser.

Die Gründung eines Vereins war nötig geworden, weil die Stadt Lauterbach ihre finanzielle Unterstützung der Turmbläser im letzten Jahr eingestellt hatte. Mit dem Finanzierungsanteil der evangelischen Kirchengemeinde allein sind jedoch die laufenden Kosten der wertvollen Tradition nicht dauerhaft zu decken. „Es war beeindruckend, wie viele Lauterbacher Bürgerinnen und Bürger sich mit Spenden dafür einsetzten, dass die Jahrhunderte alte Tradition weiter geführt werden kann,“ berichtete Klaus Scheuer. Da zunächst noch kein Verein existierte, gingen die Spenden im vergangenen Jahr zuerst an die evangelische Kirchengemeinde. Inzwischen wurde die gesamte Summe der Spenden von über 5000 Euro, auf das Vereinskonto der Lauterbacher Turmbläser überwiesen. Auch eine Liste der Spenderinnen und Spender liegt dem Vorstand vor. „Das gefüllte Vereinskonto bietet derzeit eine gewisse Planungssicherheit, doch für die weitere Zukunft müssen wir im Bewusstsein der Öffentlichkeit bleiben, damit das Turmblasen auch langfristig weiter gehen kann. Das Engagement der Lauterbacher Öffentlichkeit hat die Tradition des Turmblasens gerettet. Die Menschen haben bewiesen, dass sie bereit sind zu handeln und zu gestalten, wenn Politik und öffentliche Verwaltung handlungsunfähig werden.“ Mit diesen Worten schloss Klaus Scheuer seinen Bericht.

Er bedankte sich im Namen des Vorstands und aller aktiven Turmbläser bei den Spenderinnen und Spendern. Dann gab er einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten der Turmbläser. Neben dem sonntäglichen Turmblasen vor den Gottesdiensten, dem Christkindwiegen und anderen traditionell verankerten Tätigkeiten, wolle man unter dem Dach des Vereins verstärkt in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen. Klaus Scheuer wies darauf hin, dass die Turmbläser durchaus bei anderen kirchlichen und weltlichen Anlässen in der Stadt auftreten können, und dass man zu diesem Zweck unter anderem die Nachwuchsarbeit verstärken wolle. Mit dem zwölfjährigen Paul Schneider habe sich der Altersdurchschnitt der Gruppe im letzten Jahr ohnehin schon stark verringert. Aus der Mitgliedschaft kam der Vorschlag, auf Wunsch Geburtstagsständchen bei runden Geburtstagen zu bringen. Auch die Website der Lauterbacher Turmbläser diene der Öffentlichkeitsarbeit. Sie erreicht man unter der Adresse www.turmmusiker.de.

Nach der Wahl zweier Kassenprüfer schloss der Vorstand den offiziellen Teil der Sitzung, und man ging zum geselligen Austausch von Ideen und Anekdoten über.

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